Gastro
Classic Rock Café

Gastro
Classic Rock Café

Aufgabe

Neugestaltung Classic-Rock-Café in Stuttgart
Entwurfskonzept, Detailplanung und Realisierung

Umsetzung

Das Classic Rock Café, kurz CRC, musste seine renommierte Kellerräume wegen einem Neubau in Stuttgart-Mitte weichen. Die Betreiber suchten nach neuen Räumen. Fündig wurden sie in einer städtischen B- Ebene am Übergang von der Innenstadt zur Universität. Die U-Bahnhaltestelle Börsenplatz öffnet sich hier in einem großen Halbrund zum Himmel. In der Tiefebene war bisher ein Mexikaner zuhause; diesen Sommer eröffnet das neue CRC. Die vertraute Kellerlage bleibt den Gästen also erhalten. Dafür verfügt der neue Standort erstmals über einen Außenbereich. Für die Neugestaltung holten sich die Betreiber den Stuttgarter Innenarchitekten Cyrus Ghanai an die Seite, dem die Stadt bereits so einige Gastronomie-Highlights verdankt. Die 325 Quadratmeter des neuen CRC hat Ghanai durch große Podeste gegliedert. In der Raumtiefe liegt der erhöhte Loungebereich, von dem aus der Blick ungestört durch das Lokal wandern kann. Hinter dem Eingang wiederum entstand, ebenfalls erhöht, ein kleiner Restauranttrakt, der durch einen Kettenvorhang von Kriskadecor zusätzlich abgeschirmt ist. Das zentrale Element des neuen CRC bildet allerdings der riesige Bartresen in der Raummitte. Die zwei markanten Kupfertrichter, die darüber schweben, sind aus der alten in die neue Location mitgewandert. Jeder Raumbereich besitzt eine eigene, auf die jeweils angedachte Nutzung abgestimmte Möblierung. So entwarf Ghanai etwa unterschiedliche hohe Tische – hier zum Essen, dort zum Chillen, an anderer Stelle zum entspannten Miteinander auf halber Höhe zwischen Sitzen und Stehen. Besonders gelang auch die Gestaltung der Wände. Dafür wurden Schriftzüge bekannter Rockbands verfremdet und auf Tapetenbahnen arrangiert. Auf den ersten Blick wirkt das vor allem dekorativ – auf den zweiten Blick auch noch unglaublich charmant und unterhaltsam.
(Quelle @ Textauszug AIT 06/2021)

Text: Dr. Uwe Bresan
Fotografie:
Maks Richter
Florian Boyd, hochburg.design
Bea Bode